Der Michel mit dem Rüssel…

Im Juli hat uns der Michel von Il Cesto zu sich in seinen schmucken, schönen Delikatessenladen nach Karlsruhe-Durlach eingeladen. Mir ist leider bisher noch nicht der Draht von unserem Ausflug bis hin zu einem Beitrag zum Glühen gekommen…aber diese Woche, zum Glück, ringdiala der Michel is calling.

Il Cesto, bevor ich es vergesse, bekannt für 1A Biolebensmittel aus dem Mittelmeerraum mit eigener Manufaktur in Karlsruhe. Auf jeden Fall, hat Michel auf einer Erkundungstour durch Griechenland, genauer auf der Halbinsel Peloponnes einen schönen Demterolivenlandwirt ausfindig gemacht. Aber wie der Michel so zu sagen pflegt (und er redet viel), eine schöne Olive macht noch kein Astibombantiöl sondern nur der richtige Tank formt die Olive zum besten Öl.

Also hat Michel seine Nüstern geweitet und ist auf Schnuppertour gegangen, ja richtig – die Oliventanks zum Abfüllen werden erschnuppert der Tank gibt die Note! Außerdem muss man nachsehen ob nicht noch irgendein altgriechischer Vampir es sich darin gemütlich gemacht hat. Der Micheltank hat in dieser Sonderabfüllung auf jeden Fall dafür gesorgt, das dass Superöl (bis 190 Grad erhitzbar, also auch zum Kochen geeignet) einen sehr angenehmen Abgang mit einer speziellen, angenehmen Schärfe bekommen hat. Aus dem vampirfreien, scharfen Micheltank ist das fertige Olivenöl ganz frisch in praktische 2l Kanister abgefüllt worden. Wir haben das Glück ein kleines Kontigent für den Sonderpreis von € 44,95/Stk. davon abbekommen zu haben.

-> Zum Olivenglück

Danke Michel!

Du hast übrigens auch die schöneren Beine und ich merke mir, grüne Shirts lassen das Bäuchlein bei mir wie das eines Wiederkäuers erscheinen.

Ihr Benjamin Blümchen vom Laiseacker

Wenn der Punsch auf Prozente trifft…

und wir den Punsch durch Glühwein substituieren, diesen dann bei ca. 70 Grad, 3 Stunden vor sich hin köcheln lassen….dann, ja dann wird es hochprozentig. Dazu lassen wir es aber nicht kommen, denn Sie lassen uns hoffentlich nicht beim diesjährigen „Punsch- und Prozente“ 3 Stunden im Regen bzw. alleine vor unserem Glühweintopf und der bis dahin zur Unkenntlichkeit verschmorten Wurst alleine sitzen.

Wir möchten am Freitag, den 27.11.2026 von 9-19 Uhr bei uns im und vor dem Hofladen mit Ihnen zusammen das Jahresende mit unserem Punsch- und Prozenteevent einleiten. Vor dem 1.Adventswochenende gibt es auf Ihren gesamten Einkauf im Hofladen 10% Rabatt und das im Laden ersparte, reinvestieren Sie am erfolgreichsten in einen Becher Glühwein oder Punsch vor dem Laden. Neben unserer Feuertonne macht sich dann auch eine lecke gebratene Wurst, ein Tofuersatzprodukt oder ein Crêpe wirklich gut.

Pünktlich zum 27.11. läuten wir dann auch unseren Weihnachtsbaumverkauf aus biologisch zertifizierter Zucht ein, die wir in verschiedenen Größen (klein, mittel, groß) anbieten. Es empfiehlt sich, bereits vorab einen reservieren zu lassen – wir können die Weihnachtsstauden vor Ort auch fachmännisch und sportlich einhändig einnetzen für den bequemen Transport.

Wir würden uns freuen, Sie in unserem Kreativteam begrüßen zu dürfen und diesen zauberhaften Tag mit Ihnen verbringen zu dürfen.

Es ist immer noch unser kleiner Traum, dass aus Punsch und Prozente ein kleiner Weihnachtsmarkt wächst. Bis jetzt haben wir Jürgen Keicher an der Angel, der uns zeigt, was man aus Kirschen Hochprozentiges machen kann und ziemlich sicher unsere Seifen- und Kerzenfee Diana aus unserem Packteam. Haben Sie Lust, ein Teil unseres Traditionsevents zu sein? Dann packen Sie Ihre Salzteighasen zusammen, und setzen sie ihnen eine Weihnachtsmütze auf…wir stellen Ihnen einen kostenlosen Standplatz, einen Biertisch und eine Bank und für jeden StandbetreiberIn einen Punsch (oder Glühwein) und eine Wurst (oder eine andere Speise).

Anmeldung als Antwort auf den Newsletter oder per Email info(at)laiseacker.de.

Ihr Osterhasi vom Laiseacker

Es rappelt in der Kiste

Hallo, ich bin immer noch Niels und kein KI-Bot der auf Marketing getrimmt ist und, das muss ich ehrlicherweise zugeben, sich der HAL aus dem Jahr 2026 immer mehr auf Sprache und Stil sowie sogar meine geliebten Komma- und Rechtschreibfehler selbst trainiert – schon ein bisschen erschreckend…

Was hatten wir hier schon alles? Blumentöpfe, Filztaschen, Grillschalen und in batikgetränkte Lektüren für den Bücherschrank…unser Ding ist es nicht Ihnen irgendwas „anzubiedern“, sondern mit wenig Humor und einer Prise Zynismus auf die eine oder andere Kuriosität hinzuweisen und trotzdem nicht ganz zu vergessen, was wir wirklich Großartiges für Ihre Biokiste haben.

Darum gibt es heute eine etwas versteckte Großartigkeit, über die wir sprechen möchten – die Kombikiste! Seit über 19 Jahren bin ich mittlerweile beim Laiseacker und die Kombikiste ist und war immer präsent und beim Erklären, was wir eigentlich machen, die erste Anlaufstelle. Sie ist immer noch unsere Hauptkiste, die wir Woche für Woche für Sie zusammenstellen aus einer Hälfte Gemüse und einer Hälfte Obst. In den letzten 20 Jahren hat sich einiges in der Welt geändert, unsere Kombikiste (was eigentlich für eine hölzener Name?) ist mehr oder weniger bei € 18,- stabil stehen geblieben, mit leider etwas (einigem) weniger Inhalt als vor 20 Jahren. Seit einiger Zeit haben wir einige neue Kisten(namen) ins Leben gerufen und auch die Kombikiste in Größe und Ausführung ordentlich gepimpt. Von der geliebten 18er Kiste, gibt es mittlerweile eine große, extragroße und exorbitante Gigante-Version mit der man eine gut gefüllte Biokiste bekommt und einer nicht so exorbitanten Lieferpauschale, die wir bis zu einem Lieferwert von € 30,- erheben (€ 1,50), geschickt aus dem Weg gehen kann.

Alternativ können Sie natürlich auch meine Käseschnibblerskills ein wenig herausfordern und sich überlegen mit einem der Käsesortimente, die wir wöchentlich neu anbieten zu ergänzen – hach, die Möglichkeiten sind eigentlich grenzenlos und nun hatten wir doch einen leicht triefenden Werbeeinschub.

Dabei bleibt am Schluss nicht zu vergessen, 60 sind die neuen 40 und der Oktober ist der neue August und der Oktober bringt uns endlich die Ernte ein, die wir dieses Jahr oft vermisst haben. Begleiten Sie Darek mit seiner Action-Cam auf einer kurzen Reise durch unseren aktuellen Anbau und Ernte.

Ihr Werbehase vom Laiseacker

Der magical mystery Adventskalender vom Laiseacker und mehr…

Langweilige Adventskalender, von denen man dann Mindestens 5 irgendwo hängen und spätestens am 8.12. vergessen hat, waren gestern – wir verbinden die waghalsige Idee der Mystery Boxen (deutsch Resteverwertung) und jagen sie samt aller langweiliger Adventskalenderideen durch unseren Gedankenshredder.

Das Ergebnis, was dabei herausgekommen ist, fährt Lena direkt mit ihrer Mystery Machine in unsere Hofeigene Weihnachtswerkstatt.

Für € 55,- bekommen Sie mehr Wert, als Inhalt…halt, nee mehr Inhalt als Wert, versprochen (mehr drin als Sie bezahlen)!

Zum Ablauf: Sie bestellen ihren exklusiven Laiseacker-Adventskalender jetzt vor (bis 13.11.) und erhalten diesen von uns in der Voradventswoche ausgeliefert. Jeder Kalender ist ein Unikat und wird nur auf Vorbestellung gefertigt.

+++ Irgendwie möchte die Vorbestellfunktion unseres Shops nicht so wie ich gerne möchte, bis ich das mit dem 6er Schraubenschlüssel zusammengebastelt bekomme, schreiben Sie uns bitte eine Email mit Ihrer Adventskalenderbestellung (oder als Antwort auf diesen Newsletter), wir tragen Ihre Bestellung dann gerne ein +++

In stiller Vorfreude werfen wir uns ein paar Schokosultaninen rein und machen uns die Wimpern schön lang, Lena lässt sie hinter ihren Vorhang blicken und offenbart uns so einen Einblick in ihr Inneres…warten Sie ab, bis ich meine Lieblingsprodukte präsentiere.

Zu unserer neuen Kategorie „LENAS Lieblingsprodukte“.

Dazu muss einfach ein KI-Bild herhalten, auch wenn die uns 2030 übernehmen, wird – Carpe Diem.

Höre ich da gerade ein leises Wimmern? Oh ja, Conny unsere Mopro- und Kühlwarenqueen ist die Hand am Ziffernblock angefroren und wir bekommen deshalb ein paar Joghurteimer zu viel geliefert. Wenn Sie die Eimerchen vor einem unsinnigen Rücktransport retten möchten, dann freut sich das eiskalte Händchen sehr.

Ihr Kevin vom Laiseacker

Heute essen wir einen Baum

Einen Bio-Bonsaibaum oder eben Broccoli und der kommt nächste Woche wieder endlich frisch von unseren Gärtnern!

Es fällt mir eigentlich kein anderes Gemüse ein, über das man sich so den Kopf zerbrechen oder streiten kann – kommt der Broccoli von Bio-Kollegen direkt oder den regionalen Großhandel ist unsere Quote, die unser Packteam vorab aussortiert so hoch wie bei keinem anderen Gemüse. Meistens ist der Grund, dass er bereits „blüht“ und seinen kulinarischen Höhepunkt erfolgreich überschritten hat. Eigentlich ist das kein Zustand, wo sie nach dem Verzehr die Krone von unten anschauen, aber er schmeckt, obwohl bedenkenlos genießbar, bitterer, trocken und etwas holziger (und sie erwarten ja berechtigt eine sehr gute Qualität von uns).

Kommt der der Broccoli von unserem Team, klatsche ich zwar freudestrahlend dreimal in die Hände, aber schon wandert der Schmerz und Kummer vom Großhirn ins Kleinhirn und malträtiert dort meinen Frontallappen. Wenn ich mit Darek darüber spreche und er noch nicht sein Schamanengewand ausgezogen hat, verstehe ich Sätze wie „viel Regen auf einmal“…“Boden verdichtet“….“zu dicht für Frucht und großen Baum“…“zu wenig Wasser“….“einfach klein, wächst nicht fehlt Regen“…

Also ein wenig anstrengend ist das schon mit den idealen Wachstumsbedingungen und da wir bei unserem Anbau auf Vielseitigkeit setzen, müssen wir schon einen guten Pasch würfeln, um schöne Broccoli-Bäumchen für Sie packen zu dürfen. Der erste Eindruck, den ich hatte, sieht aber sehr gut aus und Frische ist bei unserem Broccoli eigentlich auch nie das Problem – eher die etwas zu kleinen Baumkronen/Kohlrösschen im Vergleich zum Stamm/Strunk. Sie haben also mitunter ziemlich mächtige Stämme mit mickrigen Kronen erhalten. So sieht es bei dieser Ernte bis jetzt nicht aus, aber ich möchte Sie ein bisschen für den Verzehr der Stämme sensibilisieren…

Die sind vollwertig mitessbar! Das holzige Ende wie beim Spargel (1-2cm) wegschneiden, den Stamm „entrinden“ oder schälen in Würfel oder Scheiben schneiden und einfach ein bisschen länger mitkochen, da die Röschen einfach feiner sind und weniger Zeit/Wärme benötigen, um zart zu werden. Es gibt auch Menschen, die bereiten ein leckeres Pesto aus den Broccolistämmen zu.

Alle lieben Broccoli – außer sie gehören zu den Menschen, die durch Ihren Speichel bei Kontakt mit Broccoli im Mund einen Schwefelverbindung erzeugen, dann akzeptieren wir Ihre Missgunst dem Supergemüse gegenüber.

Ihr Kohlminister vom Laiseacker

Mit viel Power und rotem Köpfchen in die Post-Sommerferienzeit

Lange erwartet, 6 Wochen lang mitunter verflucht – die Sommerferien gehen zu ende. Die Kinder freuen sich auf die Schule und der Dorfbäcker macht nach 4 Wochen Sommerpause wieder auf. Da muss ich nochmal den Finger strecken, wir sind im Sommer durchgängig da nur Kinderbetreuung haben wir noch nicht im Programm.

Auf unseren Feldern hoffen wir jetzt auf eine gute Herbsternte zum Abschluss einer schwierigen Saison – mehr zu unserem Anbau und was gerade alles so geerntet wird, ab kommender Woche. Heute brauchen Sie noch etwas Power für den Neustart!

Im Liegestuhl sind ihre Muskeln, das muss ich ihnen leider ganz ehrlich sagen, etwas erschlafft – da brauchts einen Booster in Topp Bio-Qualität. Damit sich ihre Muskeln nach dem Training mit den Bleistifthanteln optimal regenerieren können habe ich da ein tolles Pülverchen für Ihren Nahrungsergänzungsschrank zuhause. Das Reis-Proteinpulver wird aus braunem Reis schonend hergestellt, ist 100% vegan und reich an natürlichem Protein – perfekt für Shakes, Mahlzeiten oder einfach mal einen Löffel so zwischendrin (dann bitte nicht ruckartig einatmen!).

Wollen Sie ihren von der Sonne etwas rot gebräunten Kopf noch etwas konservieren, obwohl die Zehen bereits Tante Gertruds Stricksocken zieren und die eine Hand bereits am Heizungsthermostat klebt? Wir machen das Beste aus der warmen und der etwas kälteren Jahreszeit und starten mit der Glühweinsaison JETZT. Das gelingt am besten mit dem Winzerglühwein „Heißer Wicht“ vom Weingut Kuntz – der hat die ideale Würze.

Auf jetzt, Protein und Glühwein für den Weltfrieden und dazu eine Handvoll Buschbohnen frisch von unseren GärtnerInnen.

Ihr Gemüsebotschafter vom Laiseacker

Als der Hans das Lächeln verloren hat

Als am Montag klar wurde, dass die Salatschutzschilde den imperialen Hagelkörnern nicht Stand gehalten haben und ich keine Lust auf schlechte Laune hatte, griff ich zum Telefonhörer und klingle direkt beim fröhlichen Hans von Morgentau durch – der ist eigentlich immer gut drauf und in der Südpfalz scheint ja auch immer die Sonne…

Aber was ist da los? Niedergeschlagene Stimme und schon legt sich Hans auf mein virtuelles Radieschensofa. Hans war den ganzen Sommer ausschließlich mit Bewässerungsthemen beschäftigt und ist wirklich komplett destroyed, von diesem Anbaujahr.

Puh.

da er mein Kugelschreiberpendel nicht fühlen kann, nehme ich von ihm für kommende Woche Möhren, lila Möhren, Wurzelpetersilie und Rote Bete ab. Mit der traurigen Gewissheit, dass es schwer wird viele Sorten und Kulturen unter einen Hut zu bringen und diese erfolgreich anzubauen, beenden wir das Gespräch und er darf endlich in seinen Bob der Baumeister Schlafanzug schlüpfen.

Ok, für Traurigkeit keine Zeit – auf einmal ploppt die Lena in er einer kleinen Taumblase links über mir mit erhobenem Zeigefinger und kritischem Blick auf…ich habe das Hauschka Manifest vergessen!

Jetzt heißt es den Franzbranntwein und die Klosterfrau schnell wegschieben, wir haben noch einige, also eigentlich ganz wenige großartige Kosmetikbundles von meinem Lieblingsdoktor.

Warm Glow: In dem Set finden Sie die Regenerations Tagescreme 40 ml, das Serum 12,5 ml und die Regenerations Handcreme. Da geht schon ein warmes Kribbeln durch die Haut und schon sind wir wieder glänzend.

Relaxed Soul: Wenn wir mit der ganzen straff gespannten Haut noch laufen können, versuchen wir in die Badewanne zu krabbeln. Mit dem Wind und Wetterbad 30ml, der revitalisierenden Maske 10 ml und dem Moor Lavendel Pflegeöl 75ml entspannen wir so stark, dass wir wieder zu warm Glow zurückkehren müssen, um unsere Haut erneut zu straffen.

Gentle Touch: Nach dem ganzen Straffen und Entspannen, benötigt unsere Beaty auch ein bisschen Pflege dazu empfehle ich von der Olbas-Stiftung die Rosencreme 30 ml und die Lippenpflege 4,9g die in diesem schönen Geschenkset enthalten sind.

Ihr Niels vom Oil of Olbasinstitut

Bitte, bitte nicht mehr über das Wetter sprechen…

Ich hatte es mir wirklich fest vorgenommen, war es doch „nur ein heißer Sommer“ – doch in der Landwirtschaft bringen Klimageräte und Regenschirme leider nicht sehr viel. Immer diese negativen Nachrichten, keiner mag es eigentlich mehr hören, darum wenden wir das eigentlich Negative zum Positiven!

Ich kenne wirklich keinen Anbaubetrieb, der dieses Jahr nicht stöhnt – sei es Gemüse-, Getreide, oder Obstbau. Bei jedem unserer Kollegen hat das eine nicht geklappt, aber dafür hat sich vielleicht eine andere Kultur berappelt, die Gunst der Stundegenutzt und ist gut durchgekommen. Ein vielfältiger Anbau macht es trotz Dürre und Trockenheit und wie jetzt zum Freitag der Starkregen und Hagel möglich auch Lichtblicke zu erkennen. Wir sind wirklich froh und dankbar mit vielen unserer Bio-Partner ein gutes Miteinander und faires Netzwerk zu pflegen. Von der Demeter Gärtnerei B2 am Fuße der schwäbische Alb bekommen wir kommende Woche erntefrischen Pflücksalat geliefert, da wir eine Woche mit den eigenen Salaten pausieren müssen, bis der nächste Satz zur Ernte bereitsteht.

Lukas von der Gärtnerei B2:

Unser Pflücksalat gedeiht in der Höhe von 600m im Zollernalbkreis am Fuße der Schwäbischen Alb. Nach zweijährigem Kleegras wandern unsere Salate über die Freilandfläche und werden mit biodynamischer Überzeugung in unserer Gärtnerei b2 inmitten von 40 verschiedenen Kulturen angebaut und früh morgens frisch von Hand geerntet.

Dann bekommen wir vom Obstbaupionier Jürgen Winkler aus Brackenheim kommende Woche neben den Trauben, heimische Mirabellen und Pfirsiche geliefert. Nach der Ernte darf er dann auch mal wieder in Tripsdrill im Weinfass eine Runde fahren.

Unser Biolandkollege Michi Mauer aus der Ortschaft, wo ab 17 Uhr die Garagentore aufgehen und das Alpirsbacher ploppt (Iptingen) beglückt uns mit frisch geernteten Santana- und Topazäpfeln und durch den Hagel am Freitag Müsliäpfel die entweder durch das Müsli oder in einem leckeren Apfelkuchen gerettet werden wollen. Michi wollte mir auch Bilder schicken, aber er muss erst Äpfel retten gehen.

Wir trauen uns noch nicht ganz zu schauen, was die Frau Holle mit ihrem Hagelregen mit unserem Radicchio angestellt hat, aber ich bin wie immer guter Hoffnung – das tut uns allen gut.

Ihr Wetterfrosch vom Laiseacker

Held der Antike – der Granatapfel

Kommende Woche landet schon wieder was quasi Außerirdisches in unserer Biokiste – leckere Granatäpfel der Sorte Emek von Ecollevant. Vor über 25 Jahren hat Jamie Sanchéz auf einem kleinen Feld seines Großvaters mit dem Bio-Anbau von Mispeln begonnen, heute bewirtschaftet er mit seinem Unternehmen Ecollevant in der Nähe von Alicante in Spanien ca. 65 ha Land. Mit viel Leidenschaft und Hingabe in den Anbau stellt er seinen Betrieb derzeit sukzessive vom EU-Standard auf Demeter um.

Jetzt freuen wir uns erstmal einige seiner Granatäpfel an Land gezogen zu haben. Einfach reinbeißen ist aber bei der antiken Superfrucht nicht so prickelnd, sondern nur die roten saftigen Kerne im Inneren. Auch das wussten schon unsere Vorfahren, so musste die griechische Multifunktionsgöttin Persephone (Göttin der Fruchtbarkeit, des Frühlings und tataa Königin der Unterwelt) einen Teil des Jahres im Hades (Unterwelt) verbringen, weil sie doch tatsächlich die Frechheit besaß von den Speisen der Toten 6 Granatapfelkerne zu naschen. Also um genau zu sein, 6 Monate unten im Hades=Trauer, Herbst/Winter, 6 Monate einen Stockwerk nach oben zu Muddi Demeter = Fruchtbarkeit Frühling/Sommer. Also passt es, wenn Jamie auf Demeter umstellt.

Für unsere Emekvariante gibt es noch einige Deepfacts aus dem Faktencheck:

  • Reifezeit: Sehr früh, bereits im Spätsommer (ab August/September).
  • Geschmack & Kernen: Sehr süß, mit weichen, hellen Kernen (Arillen).
  • Fruchtgröße: Eher klein bis mittelgroß (ca. 200 bis 400 Gramm).
  • Aussehen: Grüne bis orangerote oder rot-gelbe Schale, innen helleres Rot.

Herkunft / Anbau: Ursprünglich aus Israel, wird aber auch im Mittelmeerraum (wie Spanien oder Italien) angebaut.

Und von meinem Granatapfeldealer Hannah habe ich noch ein super Rezepttipp (hier klicken) für Sie damit sich auch nicht in der Unterwelt landen.

Ihr Priapos vom Laiseacker

PS: Ich war noch schnell in Delphi und habe Pythia befragt, ob wir als Weltverbesserer nicht doch noch etwas mit Schale und seltsamer Zwischenhaut anstellen können. Aus den wabbernden, tantrösen Nebelschwaden konnte ich etwas erkennen, das verdächtig nach einer Tasse Tee aussah. Wer experimentierfreudig ist, kann die gut gewaschene Schale trocknen und daraus einen herben Aufguss machen. Und wer findet, dass nur die Harten in den Garten kommen, opfert sie einfach dem Gott der Erde und des Biomülls – das passt dann auch.

Ananas-Tomaten vom ???-Jürgen

Wir Bios sprechen uns traditionell mit Vornamen an, das kommt wahrscheinlich noch aus der Gründerzeit (Klondike), wo eine Anrede mit Nachnamen spießig und der Vorname ein Minirevolte darstellte. Trotzdem hat sich im Laufe der Jahre ein Zweitname für unsere Kollegen, Partner und Mitstreiter eingeschlichen…Möhren-Albert, Beeren-Klaus, Apfel-Jürgen…Kirsch-Jürgen.

Der Kirsch-Jürgen macht es uns jetzt ein bisschen schwer und hat sich bereits in den letzten Jahren dafür gesorgt auch nach der kurzen Kirschsaison gut aufgestellt zu sein. So bauen Jürgen und Anita neben den Kirschen z.B. auch Tomaten, Mirabellen und einige andere Gemüse- und Obstspezialitäten in bester Biolandqualität an.

Kommende Woche bekommen wir direkt und frisch Mirabellen, Ochsenherz-Tomaten und ganz neu Ananas-Tomaten aus Erlenbach geliefert. Wir haben Anita und Jürgen gebeten uns mit Zettel und Stift und ohne KI kurz zu beschreiben, was die Ananas-Tomaten eigentlich sind:

So und nun die Vorzüge der Ananas Tomate 

 Als alte Fleischtomatensorte können die Exemplare schon mal über 800 g schwer werden, aber jedes Gramm ist ein Geschmackserlebnis.

Ananas Tomaten sind unverarbeitet schon ein Hingucker und können zu simplem Salat mit einem leicht süß-säuerlichem Geschmack verwendet werden. Aber sie eignen sich auch hervorragend für ein Carpaccio und als Beilage beim Grillen sind sie echt eine Bereicherung oder aber mit Burrata und Basilikum ein Schmaus. Manche mögen auch eine lecke fruchtige Tomatensuppe zur Abwechselung in einem kräftigen Gelb.

Mal sehen, was wir noch alles von Anita und Jürgen die nächsten Wochen in der Biokiste wiederfinden werden? Aber was mache ich jetzt mit dem Namen? Kirsch-Jürgen passt ja nicht mehr so ganz…vielleicht bleibe ich einfach bei Hodor.

Vielen Dank, dass Sie immer wieder bereit sind, neue Sorten auszuprobieren, die wir an Land ziehen! Damit unterstützen Sie den vielfältigen Anbau auch alter Sorten.

Ihr samenfester Guru vom Laiseacker