Wenn Darek mich an die Hand nimmt
Wenn Darek mich an die Hand nimmt
Die warme Frühfrühlingssonne wärmt den Boden und über die Erdschollen, die ich Ihnen im Winter gezeigt habe, ist das letzte Eis entwichen, sodass bei der nächsten Bodenbearbeitung die Erde schön fein krümelig wird – ganz allein durch die Sprengkraft der Natur und des Eises. So haben es die jungen Pflänzchen deutlich einfacher sich durchzukämpfen.

Als ich so halb romantisch im Gras verweile dieses Bild gemacht habe und von „Frühfrühling“ und „Ackerkrume“ vor mich hin säusle, packt mich von hinten Dareks große Gärtnerpranke und zieht mich hoch. Ich baumle gefühlt einen halben Meter über dem Erdboden. So sanft, wie er es eben kann setzt er mich auf den Boden ab und sagt „komm ich zeig Dir was spannenderes“…

In der Jungpflanzenzentrale angekommen, sieht man bereits massenhaft Kisten mit Jungpflanzen, die nur darauf warten in den nächsten Wochen ausgepflanzt zu werden. Noch drinnen beschützt im Warmen, der Sellerie und Salate und bereits im Freien etwas kräftiger bereits der Blumenkohl, der schön gleichmäßig gewachsen ist.

Auf die ersten eigene Salaternte müssen wir sie noch ca. 2 Wochen vertrösten, im Folientunnel kämpft der Salat um eine ordentliche Wurzelbildung, was ihm sichtlich noch etwas schwerfällt – was man an den braunen Außenblättern sehen kann, da fehlt es an der nötigen Flüssigkeitsversorgung aus dem Erdreich. Das fällt den Radieschen etwas leichter, auch sie haben noch ca. 2 Wochen vor sich, bis sie frisch in die Biokiste wandern. Bereits im Freiland sind die Erbsen früh gepflanzt, dass die Grundpflanze auch einen ordentlichen Wuchs und eine ausreichende Höhe bis zur Ernte im Juni erlangt.

Mit einem leichten, aber deutlichen Nasenschnauben gibt mir Darek zu verstehen, dass ich mich wieder aus dem Staub machen soll. Ich bedanke mich artig und verspreche diese Woche nicht wieder zu kommen.

Ihr Frühlingsbote vom Laiseacker






