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Die Grüne Chance – kein Glyphosat!

Die Grüne Chance – kein Glyphosat!

Schwarz, gelb und grün…eine seltsame Zusammensetzung in unserer politischen Landschaft! Aber vielleicht auch eine Chance für die Grünen, etwas ganz Großes zu bewirken. Am 25.10.2017, also nächsten Mittwoch, stimmen die EU-Länder voraussichtlich darüber ab, ob das (wahrscheinlich ziemlich sicher) krebserregende Pflanzengift Glyphosat weiter verwendet werden darf – wenn die Genehmigung verlängert wird, gilt dies wahrscheinlich für 10 weitere Gift-Jahre.

Bei der letzten Abstimmung hat sich Deutschland der Stimme enthalten und somit weitere 18 Monaten Giftgespritze durchgewunken (Wo kommt der Konzern denn her?). Frau Merkel steht einer weiteren Enthaltung bzw. einem Ja zu Glyphosat ziemlich sicher näher als einem Nein, was immens wichtig wäre, um das gefährliche und meistgenutzte Pflanzengift zu verbannen.

Die Grünen haben, obwohl die „alte“ Regierung noch in Amtswürden, die Chance, die Forderung auf ein „Nein“ als großes Pfund mit in die Koalitionsverhandlungen zu nehmen! In Ihrem Wahlkampf standen die Grünen klar für „Stopp Glyphosat!“.

Dazu gibt es von Campact, eine progressive Bürgerbewegung, einen Eil-Apell, der an die verantwortlichen eventuellen Koalitionspartner des Jamaikabündnisses weitergeleitet wird. Helfen sie dabei, bis Mittwoch die 200000 zu knacken.

> Zum Online-Eil-Apell! (Dort finden Sie auch alle weiteren Infos)

Ihr LAISEACKER-Team

Willst für Halloween du üben, nimm Kürbisse keine Rüben…

Willst für Halloween du üben, nimm Kürbisse keine Rüben…

Zugegebenermaßen, die Kürbisse unsere Laisi-Gärtner sind zum Kürbisgeisterschnitzen eigentlich viel zu schade ;-). Dennoch steht in wenigen Wochen das auch in Deutschland immer beliebtere Halloweenfest am 31.10. an.

Kurz zusammengefasst: Halloween verbinden wir i.d.R mit den USA , mit „Süßes oder Saures“ ziehen dort Jahr für Jahr gruslig maskierte Kinder von Haus zu Haus und betteln um Süßigkeiten J. Eigentlich kommt der Brauch aber schon aus Europa, genauer aus dem keltischen Irland, wo es als „Samhain“ eines der vier großen keltisch-irischen gefeiert wurde. In dieser Nacht öffnet sich dem Brauch nach die Tür zur „Anderwelt“, der Welt der Geister…hui …in Mexiko gibt einen ähnlichen Brauch, den „Tag der Toten“ – meiner Meinung nach fast noch grusliger.

Soviel zum historischen Ausritt. Aaah nee nicht ganz. Wieso sollen wir denn jetzt Kürbisgeister schnitzen??

Auch der Brauch, Haus und Garten mit Kürbissen zu schmücken, stammt aus Irland. Einer Sage nach lebte dort ein alter, böser Mann mit Namen Jack Oldfield, der den Teufel überlistete und mit einem fiesen Trick betrog. Als der Betrüger Jack starb, war wegen seiner Untaten im Himmel nicht willkommen. Aber auch in der Hölle wollte der Teufel ihn nicht wissen, schließlich wurde er betrogen.

Doch der Teufel hatte am Ende Mitleid und schenkte Jack eine Rübe (diese wurde ausgehöhlt) und eine glühende Kohle (die Rübe war somit die Laterne), damit er sich im Dunklem zurechtfindet. So liegt der Ursprung eines beleuchteten Kürbisses also eigentlich eine beleuchtete Rübe. Weil die Iren ihren Brauchtum mit in die USA nahmen und es dort keine Rüben gab, nahmen sie statt einer Rübe, eben Kürbisse. Diese ausgehöhlten und beleuchteten Kürbisse stellte man sich dann vor die Häuser, um böse Geister zu vertreiben.

Und diese Tradition ist bis heute geblieben…wie „feiern“ Sie Halloween? Wir würden uns sehr freuen wenn Sie uns per Email info@laiseacker.de oder über unsere Facebookseite ihre Halloweenbilder schicken, mit der Erlaubnis diese auf unserer Homepage veröffentlichen zu dürfen.

Für das passende Halloweenmahl eignen sich unsere Kürbisse natürlich hervorragend, die finden sie selbstverständlich bei uns im Onlineshop und im Hofladen (Di+Fr 9-19 Uhr).

Ihr LAISEACKER-Team

Groß, krumm… außerhalb der Norm? Schmeckt lecker!

Groß, krumm… außerhalb der Norm? Schmeckt lecker!

Unser langjähriger Möhrenprofi hier vor Ort ist der Möhren Albert, auch bekannt als Albert Burger. Viele von Ihnen warten jedes Jahr mit einer gewissen Vorfreude auf die neue Ernte der Nussdorfer Bioland-Möhren.

Dieses Jahr hat der Albert ein wenig mit der plötzlichen vielen Nässe zu kämpfen…die hohe Feuchtigkeitszufuhr hat dazu geführt, dass viele der Möhren zu groß werden oder einfach „aufplatzen“. Die Qualität und der Geschmack der Möhren wird dabei nicht betroffen nur die Optik. In einer Gesellschaft, die geprägt ist von Normen ist das keine A-Ware die in den Verkauf gehen darf.

Es gibt bereits Anbieter auf dem Lebensmittelmarkt die sich dieser Sparte „Aussortierter“ bedienen und „krumme Dinger“ als gehyptes Produkt zum Preis genormter A-Ware verkaufen ;-).

Die krummen, geplatzten…superleckeren Möhren bekommen Sie bei uns als Saftmöhren zum günstigen Preis.

Ihr LAISEACKER-Team

Onkels Birnen sind die besten

Onkels Birnen sind die besten

kommende Woche freuen wir uns, für Sie leckere Birnen von Mattias Onkel „Il frutto permesso“ in die Biokiste packen zu dürfen.

Unseres Mitarbeiter Mattia hat dann die Freude, die ganze Woche Birnen aus seiner Heimat Bibiana, Italien (nahe Turin) in den Händen halten zu dürfen.

Mattia 

Mehr Infos zum Erzeuger auf www.fruttopermesso.com  (auch auf deutsch).

Herbstliches aus der Käsethke

Herbstliches aus der Käsetheke

Oktober=100% Herbst ;-). Passend zum Start in die stürmisch, gemütliche Jahreszeit habe wir zwei saisonale Herbstkäse für sie in unsere Käsetheke genommen.

Zum einen den Klassiker, den Bioland Herbstbrie Kürbiskernbeiser von der Allgäuer ÖMA. Der nahe Verwandte, unseres Dauergastes dem Tortenbrie ist herrlich verfeinert mit köstlichen Kürbiskernen und passt zum saisonalen Käsebuffet.

Der Neue im Ring, ist der Roggenburger Oktoberfest-Käs. Der rahmige Leckerbissen erfüllt ebenfalls den Bioland-Standard und passt durch seine feine Rotkultur zu Bier und Wein…und natürlich zu jeder anderen alkoholfreien Brotzeit.

Lassen Sie sich überraschen und probieren sie doch mal.

Ihre LAISEACKER Käsemäuse

Welch Leichtsinn!

Welch Leichtsinn!

seit vielen Jahren schon pflegen wir einen kollegial, freundschaftlichen Kontakt zum Bioland-Weingut Kuntz in Landau (Pfalz). Von dem Familiengeführten Weingut beziehen wir regelmäßig direkt und ohne Umweg köstliche, bezahlbare Weine.

Bei der letzten Lieferung war der weiße Leichtsinn in nullkommanix ausverkauft – darum haben wir dieses mal gleich mehr davon bestellt und dazu, ganz neu seinen großen Bruder, den roten Leichtsinn. Probieren Sie doch mal, ein bisschen Leichtsinn kann nicht schaden :-).

Leichtsinn, weiß – trocken

Diesen alkoholarmen, leichten (Sommer)wein, geben Trauben eines alten Weinberges seine Frische, seine Jugendlichkeit und seinen Duft.
10% vol, vegan

-> zum Artikel

Leichtsinn, rot feinherb

Fruchtbetontes Cuvée aus Portugieser, Regent und Dornfelder. Sehr leicht in seiner Struktur, ist dieser Wein ein schöner begleiter lauer Abende.
11% vol, vegan

-> zum Artikel

Heißes für die kalten Tage…

Heißes für die kalten Tage…

für September fühlt es sich wettertechnisch gerade bereits schon sehr novemberlich an :-(. Das ist zwar ein bisschen verfrüht, dafür passen die neuen Trinkbouillons von Natur Compagnie hervorragend ins Bild.

Drei pfiffige Geschmacksrichtungen, Hot Curry, Rocking Veggie und Hot Ginger stehen zur Auswahl – ist es jetzt Suppe oder ist es Tee? Eigentlich egal, der Hersteller gibt vor den Beutelinhalt in eine Tasse zu geben und mit 250ml heißem Wasser aufgießen…fertig. In jeder Packung sind 10 Beutel enthalten!

Wir finden das schmeckt lecker für Zwischendurch oder am Abend vor dem Kamin egal ob elefantös, rockig oder gefährlich wild (alle vegan!) – einfach mal probieren ;-).

Ihr LAISEACKER-Team

Ich bin leicht pikiert

Ich bin leicht pikiert!

Draußen nutzen wir gerade jeden trockenen Moment, um unsere Setzlinge einzupflanzen. Dafür darf die Erde nicht zu nass sein, also müssen wir immer den richtigen Moment zwischen den kurzen aber starken Regen abpassen.

Drinnen bereiten wir gleichzeitig die nächsten Setzlinge vor. Der Mangold zum Beispiel wird extra pikiert – das bedeutet die kleinen Keimlinge werden aus der gemeinsamen Aufzuchtschale herausgeholt und auf ihr eigenes Plätzchen versetzt, an dem sie genug Platz und Nähstoffe zum weiter wachsen haben. Jedes einzeln in geduldiger Handarbeit.

Im nächsten Schritt geht’s dann in die großen weite Welt, auf das Feld im Freien.

Ihr LAISEACKER-Team

Superheld Mangold!

Superheld Mangold!

kommen wir mal ein wenig weg vom gehypten Begriff „Superfood“ und nennen den Mangold einfach beim Namen…“Superheld“! Von ca. Juni – September hat der mit bunten Stielen ausgestatte Kollege des Spinats bei uns in Deutschland Saison und kommt oft, wie auch zur Zeit direkt von unseren Laiseacker-Feldern zu Ihnen auf den Tisch.

Mangold ist ein natürlicher Fitmacher, dabei helfen die Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Natrium unsere Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Der hohe Eisenanteil treibt den Sauerstofftransport in unseren Blutbahnen an und für alle Vieraugen unter uns verfügt der Mangold noch über extra viel Betacarotin, das unsere Sehkraft fördert.

Hm…haben wir schon alles? Ah, nein – da wären noch das Vitamin K, wichtig für die Blutgerinnung und den Knochenbau und natürlich Dauergast Vitamin C für unser Immunsystem.

Gibt es da überhaupt kein staubiges Eck um was negatives zu erzählen…doch, doch – Oxalsäure! Der Mangold enthält viel Oxalsäure (beim Rhabarber steigt dieser Anteil im Laufe der Erntesaison, darum wird der nur bis Ende Juni geerntet und verzehrt!), welche das Bindegewebe und den Knochenbau schwächt. Dem kann leicht entgegengewirkt werden, indem wir bei der Zubereitung kalziumhaltige Lebensmittel mit verwenden. Dies können z.B. Sesam, Käse oder Sahne sein.

Mangold schmeckt kurz gegart hervorragend zu Pasta oder roh in Smoothies.

Also los, den Superheld gibt es nur noch für kurze Zeit regional!

Ihr LAISEACKER-Team

Eigene Kürbisse vom LAISEACKER

Kommt der Herbst? Die Kürbisernete hat begonnen!

Mitten in den Sommerferien und der Herbst steht vor der Tür? Naja, noch nicht ganz aber die ersten eigenen Kürbisse wie den Hokaido- und den Spaghettikürbis gibt es bei uns bereits im Shop und im Hofladen (Di+Fr 9-19 Uhr) zu finden.

Um Sie noch ein bisschen mehr auf den Geschmack zu bringen haben wir ein paar Bilder von der letzten Ernte, die Sie in unserer Bildergalerie und auf unserer Facebookseite finden können. Für die Geschmacksnerven gibt es auch ein passendes Rezept, „Spaghettikürbis aus dem Backofen“Spaghettikürbis aus dem Backofen“ – wie auch viele weitere Kürbisrezepte in unserer Rezeptdatenbank.

Schon etwas betagter aber immer noch aktuell 😉 – unsere Produktinfo „Rund um den Kürbis“ für Sie untenstehend.

Herbstliche Grüße

Ihr LAISEACKER-Team

1. Historisches

Vor mehr als 8.000 Jahren wurde der Wildkürbis von den Menschen in Mexiko und Texas kultiviert und ist seit dem ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Mit der Entdeckung Amerikas gelangte der Kürbis auch nach Europa, denn seine rund 800 Sorten lassen sich zum Großteil auch auf unseren heimischen Feldern anbauen. Nur der aus Afrika stammende Flaschenkürbis war bereits vor dem 16. Jahrhundert in Europa bekannt. Er wurde damals sehr vielseitig eingesetzt: als Topf, Kanne, Löffel, Karaffe oder Musikinstrument.

Vermutlich wurden früher vor allem die Samen genutzt, die durch die Kultivierung und die damit verbundene Auslese des Kürbisses ihre Bitterstoffe verloren haben. Der Kürbis selber wurde zunächst als Schweinefutter verschmäht, bis er lecker zubereitet auf dem Esstisch landete.
Übrigens: der Kürbis gehört (botanisch) zu den Beerenfrüchten.

2. Arten

Den Kürbis unterscheidet man in Zier- und Speisekürbis, Letzteren noch einmal in Sommer- und Winterkürbis.

Sommerkürbis
Sommerkürbisse sind viel kleiner als Winterkürbisse, sie wachsen viel schneller und sie haben eine weiche Schale, die meistens mitgegessen werden kann. Die Erntezeit dieser Kürbisse reicht von Spätfrühling bis Anfang Herbst. Sie halten sich aber nur eine bis zwei Wochen. Zu den bekanntesten Sommerkürbissen gehören Zucchini, Rondini, Crookneck, Patissons und Spaghettikürbis.

Winterkürbis
Die Winterkürbisse sind es, die wir normalerweise meinen, wenn wir sagen, wir essen Kürbis. Sie haben eine harte Schale, die in der Regel nicht zum Verzehr geeignet ist. Ihre Reifezeit ist viel länger als die der Sommerkürbisse, sie werden erst im Frühherbst geerntet. Dafür halten sie sich aber auch viel länger (mehrere Monate oder sogar Jahre).
Zu den Winterkürbissen gehören die folgenden Sorten:

  • Hokkaido:nussiges Aroma; die Schale ist zum Verzehr geeignet; der hohe Betacarotingehalt (1,65mg-3,74mg/100g) bewirkt seine orange Farb

    Butternut

    Hokkaido

  • Moschuskürbis: Die bekanntesten Sorten sind der Butternut (flaschen- bzw. birnenförmig; hellgelbe Schale; oranges Fruchtfleisch; intensiver, würziger süßlich-nussiger Geschmack, reich an Carotin), der Schlangenkürbis (keulenartige Form) und der Muskatkürbis (runde, stark gerippte, dunkelgrüne bis braun-orange Schale; oranges Fruchtfleisch; intensiver Geschmack mit leichter Muskatnote).
  • Gelber Zentner: gehört zu den Riesenkürbissen (kann bis zu 50kg wiegen); leicht wässriges, gelbes Fruchtfleisch mit wenig Aroma; leicht genetzte Schale

Zierkürbis
Viele Zierkürbisse enthalten einen ungenießbaren Bitterstoff. Sie werden deshalb nicht verzehrt, sondern dienen zur Dekoration in Obstschalen, in Blumengebinden, auf Tischen und Fensterbänken.

3. Inhaltsstoffe

Der Kürbis enthält kein Fett, dafür aber etwa 90% Wasser, viele Ballaststoffe, Calcium, Kupfer, Eisen, Magnesium, Kalium, Selen und Phosphor, Vitamin B und C, und ist besonders reich an Carotin (Beta-Carotin)/Provitamin A und Vitamin E.
Kürbisse sind kalorienarm und machen trotzdem satt: 100 g Fruchtfleisch haben nur 27 Kalorien.
Die meisten Nährstoffe hat der Hokkaido (Ergebnis des Stuttgarter Wissenschaftlers Professor Antal Bognar): Er enthält das Siebenfache an Nährstoffen im Vergleich zu anderen Kürbissorten. Auch seine Beta-Carotin-, Vitamin B6- und Vitamin C-Werte sind viel höher als die von anderen Kürbissen.

4. Verwendung

Nahrungsmittel
Vom Kürbis lässt sich eigentlich alles verzehren: die Blätter, die Blüten, die Samen, das Fruchtfleisch und die Schale. Er kann gekocht, püriert, gebraten, gegrillt, gedünstet, geschmort, gepresst, eingelegt oder ge- und überbacken werden. Oft erreicht der Kürbis durch Zugabe von Gewürzen (Knoblauch, Majoran und Basilikum aber auch Zimt, Nelken, Ingwer und Kardamom) einen delikaten Geschmack.

Aus dem Fruchtfleisch lassen sich die vielfältigsten Gerichte herstellen: Suppe, Eintopf, Gemüse, Püree, Salat, Chutney, Auflauf, Marmelade, Babybrei, Saft, Käse, Kuchen und Brot. Die Kürbissorte entscheidet oft darüber, was aus ihm zubereitet wird. Der Hokkaido eignet sich vor allem für Suppen. Wegen seiner Birnenform lässt sich der Butternut gut füllen und dann im Backofen garen. Der Gelbe Zentner wird süß-sauer eingelegt. Aus dem Muskatkürbis mit seinem süßen Aroma lässt sich Marmelade herstellen.

Die Kürbiskerne können geschält geknabbert werden und finden als Backzutat Anwendung. Vor allem aber werden sie zur Kürbiskernölherstellung verwendet.

Ein kleiner Tipp: Vor der Zubereitung der Gerichte sollte man den Kürbis immer probieren. Wenn er bitter schmeckt (das kann leider immer mal wieder vorkommen), dann muss man ihn wegwerfen. Die Bitterstoffe können zu heftigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich führen.
Und noch ein kleiner Tipp: Kürbis, eingelegt zusammen mit Essig, Rotwein, Zitrone und Gewürzen, kann ein sehr schönes Geschenk sein.

Heilmittel
Aufgrund seiner Inhaltsstoffe findet der Kürbis auch als Heilmittel Anwendung. Die hohe Menge an Karotinoiden, die antioxidativ wirken, trägt zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumoren bei, stabilisiert unser Immunsystem und wehrt freie Radikale ab. Die Ballaststoffe sind gut für die Blutfettwerte und für die Verdauung. Toxine, Gallenstoffe und Fettsubstanzen werden gebunden und ausgeschieden. Auch Vitamin E regt den Fettstoffwechsel an. Das Spurenelement Selen wirkt krebshemmend.

Wegen seiner entwässernden und harntreibenden Wirkung ist der Kürbis ein sanftes Heilmittel bei Blasenproblemen und bei Nieren- und Prostataleiden (Phytosterole (hormonähnliche Stoffe) hemmen das gutartige Wachstum der Prostata und haben offensichtlich auch positive Wirkung bei bösartigen Wucherungen). Als Gemüsetrank ist der Kürbissaft unschlagbar: Die Zusammensetzung der Vitamine und Mineralien ist beim Kürbis optimal für einen gesunden Stoffwechsel. In der chinesischen und indianischen Medizin gilt das Kürbisfleisch als entzündungshemmend und wird auf Wunden gelegt.

Halloween

Halloween

Die Wurzeln des heutigen Halloween-Festes gehen auf die irischen Kelten zurück. Am letzten Tag des keltischen Jahres (31. Oktober) feierten sie ein Fest, um den im vergangen Jahr Gestorbenen den Weg „nach Hause“ zu leuchten. Dazu höhlten sie Rüben aus und beleuchteten diese mit einer Kerze.
Später wurde aus Schutz vor bösen Geistern der Toten und vor Dämonen ein Gesicht in die Rübe geschnitzt, damit sie den Anschein vermittle, dass an diesem Ort bereits böse Geister oder Dämonen seien.

Im Zuge der Christianisierung wurde aus dem keltischen Neujahrsanfang (01. November) „Allerheiligen“ (engl. „All Hallows“). Der Abend davor ist im englischen der „All Hallows Eve(ening)“, was sich zu „Halloween“ verkürzte. Die Iren brachten ihren Brauch in Folge der großen Hungersnot im 19. Jahrhundert mit in die USA, wo man statt Rüben Kürbisse verwendete. Der Brauch des ausgehöhlten Kürbisses breitete sich weiter aus und ist seit einigen Jahren auch in Deutschland angekommen.

5. Lagerung

Im Keller, wo es kühl und dunkel, aber frostfrei ist, lässt sich der ganze Winterkürbis problemlos lagern. Teilstücke halten im Kühlschrank etwa eine Woche. Eingefroren kann der Kürbis nicht werden, denn dann wird er zäh. Kürbissuppe und Aufläufe hingegen lassen sich problemlos einfrieren.
Der Sommerkürbis ist nur wenige Tage (max. zwei Wochen) gekühlt haltbar. Sind Zierkürbisse vollständig ausgereift und ist ihre Schale unverletzt, halten sie sich nahezu unbegrenzt. Übrigens: Die Indianer haben das Fruchtfleisch haltbar gemacht, indem sie es in Streifen geschnitten trockneten.

6. Ökologischer Anbau

Im Allgemeinen ist der Kürbisanbau relativ anspruchslos. Der Kürbis ist kräftig im Wuchs und wenig anfällig. Der Aufwand im ökologischen Kürbisanbau besteht in der passenden Kulturtechnik. Vor Kulturbeginn muss der Biobauer dafür sorgen, dass der Boden den optimalen Bedingungen entspricht. Um dem Boden die benötigten Nährstoffe zu geben, wird bereits im Herbst des Vorjahres oder im zeitigen Frühjahr mit Mist gedüngt. Anders als bei der konventionellen Landwirtschaft sind Desinfektionsmaßnahmen (z.B. mit Hilfe von Kalkstickstoff) nicht erlaubt.

Die Jungpflanzen erhalten eine weitere Nährstoffzufuhr durch das Mulchen mit Mist. Die Mulchauflage hält außerdem den Boden feucht, was wiederum dazu beiträgt, den Boden weniger wässern zu müssen und dadurch dem Befall der Blätter mit dem Echten Mehltaupilz entgegenzuwirken. Der Schneckenfraß kann nur durch Absammeln der Schädlinge oder mit Hilfe von Laufenten verhindert werden.

7. Kürbiskerne und Kürbiskernöl

Kürbiskerne sind sehr lecker als geröstete und gesalzene Knabberei oder auch als Backwerkzugabe. Aus ihnen kann aber auch eine besondere Delikatesse gewonnen werden: das Kürbiskernöl. Sehr bekannt ist der Steirische Ölkürbis, dessen Kerne von Natur aus keine Schale besitzen. Das Steirische Kürbiskernöl gilt auch über Österreichs Grenzen hinaus als Spezialität, die beispielsweise zum Würzen von Salaten, Suppen und Rindfleisch verwendet wird. Es eignet sich allerdings nicht zum Kochen, Braten oder Frittieren, da es nicht erhitzt werden darf.

Das Kürbiskernöl riecht und schmeckt würzig-nussig. Dieses Aroma erhalten die Kürbiskerne durch den Röstprozess, dem sie vor dem Pressen unterzogen werden. Für die dunkelgrüne Farbe des Kürbiskernöls sind die Carotinoide und die Porphyrine verantwortlich.

Kürbiskerne

Kürbiskernöl wird schnell ranzig und sollte deswegen kühl und dunkel gelagert werden, am besten im Kühlschrank. Kürbiskerne enthalten etwa 42 bis 53% Fett, das zu ca. 57% aus wertvollen, einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (vor allem Ölsäure und Linolsäure (= Omega-6-Fettsäure)) besteht. Zu den weiteren Inhaltsstoffen zählen neben hochwertigem, pflanzlichen Eiweiß auch zahlreiche Mineralstoffe (vor allem Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor), Spurenelemente (vor allem Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und Selen) und Vitamine (vor allem Vitamin A, B und E). Kürbiskernöl und Kürbiskerne sind ein wirksames Heilmittel z.B. bei Blasen- und Nierenleiden, bei Prostatabeschwerden (bei gutartigen Prostatavergrößerungen ist die heilsame Wirkung der Kürbiskerne wissenschaftlich belegt, es gibt außerdem Hinweise auf eine positive Wirkung bei bösartigen Wucherungen), bei rheumatoider Arthritis und Arteriosklerose.

Sie leisten zudem unserer Gesundheit eine wichtige Vorsorge: z.B. Schutz vor freien Radikalen, die an der Entstehung und dem Verlauf von Arteriosklerose, Alterungsprozessen und Herz-Kreislauferkrankungen verantwortlich gemacht werden können, und blutdrucksenkende Wirkung.
Die in den Kernen und im Öl enthaltenen Phytosterine senken den Cholesterinspiegel, weisen einen positiven Einfluss auf den prostataspezifischen Hormonstoffwechsel auf und wirken antioxidativ, was das Immunsystem unterstützt und freie Radikale abwehrt. Zu den heilenden Wirkungen wird auch auf das obige Kapitel „Heilmittel“ verwiesen.

Kürbiskernöl wird auch in der Kosmetik verwendet, da seine Wirkstoffe hautpflegende Eigenschaften besitzen. Es schützt die Haut u.a. vor dem Austrocknen, vor Faltenbildung und vor Schwangerschaftsstreifen.

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